DIA Amsterdam, Finabro, Getsafe, Lemonade, Wrisk, Qover, Digit Insurance, Betterview

von Dr. Errit Schlossberger, InsurTech-Builder 
und Nicoletta Samira Staub, Bloggerin

Heute exklusiv für unsere Leser: Philipp Harrschar, Partner der Zühlke Engineering GmbH, berichtet von der DIA, dem europäischen Flaggschiff-Event für Versicherungen und InsurTechs. Hier geht es zum ausführlichen Bericht: DIA 2019, Amsterdam 

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** InsurTechs DACH Region **


Zürich und Finabro bringen digitales 300-Euro-Modell

Die Zürich Versicherungs-AG hat gemeinsam mit der Finabro Vermögensverwaltung GmbH eine digitale Lösung für die steuerfreie Zukunftssicherung nach dem „300-Euro-Modell“ entwickelt. Die Vorsorgelösung werde vollkommen digital abgewickelt und sei in der Anwendung für Arbeitnehmer selbsterklärend gestaltet, so die Zürich. Ziel sei es gewesen, den Zugang zur Altersvorsorge möglichst einfach zu machen. Bereits im März 2018 hatte Finabro einen digitalen Service samt Online-Zugang für das 300-Euro-Modell gemeinsam mit der Helvetia Versicherungen AG realisiert. versicherungsjournal.at

Getsafe-CTO: „Mittelfristig führt kein Weg an KI in der Versicherungsbranche vorbei“

„Der Zugang zu mehr Daten wird vertrauenswürdigen Kunden eine viel bessere Versicherungserfahrung ermöglichen als bislang“, glaubt Getsafe-Gründer und CTO Marius Blaesing. So würden diese „von einer unkomplizierten Schadensbearbeitung und individuell zugeschnittenen Produktpaketen profitieren. KIs in Verbindung mit Sensoren und dem Internet der Dinge könnten die Menschen vor möglichen Risiken warnen – etwa, wenn gerade ein Gewitter aufzieht oder in der Nachbarschaft viele Fahrräder gestohlen werden“, so Blaesing weiter. Eine weitere wichtige Entwicklung sieht Blaesing auch in der robotergestützten Prozessautomatisierung (RPA). Die virtuellen Roboter ahmen dabei das Nutzungsverhalten der Menschen mit der Software nach. „Das ist schnell und günstig“, konstatiert Blaesing. be.invalue.de


Insurtech: Jeder zweite Versicherer möchte ein Start-up gründen

Zwei von drei Versicherern in Deutschland wollen selbst Software entwickeln. Mehr als die Hälfte hat damit schon begonnen, jeder siebte steht kurz davor, das zu machen. Dabei werden sowohl bestehende IT-Abteilungen erweitert als auch neue Teams gegründet, die sich nur damit beschäftigen sollen. versicherungsjournal.de

In diesen heißen Tagen wünscht sich sicher jeder eine kühle Limonade – doch der Markteintritt von Lemonade in Deutschland sorgt nicht für die gewünschte Abkühlung, im Gegenteil …

VEMA-Chef Hübner: „Diese Limonade hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack“

Das hochwertige Sofa? Bargeld in der Wohnung? Der Rasenmäher im Gartenhaus? Die geborgte Kreissäge des Nachbarn? All dies ist bei der Hausrat-Versicherung von Lemonade nicht mitversichert, kritisiert VEMA-Chef Hübner. Auch der Schutz in der Privathaftpflicht liege deutlich unter dem, was als marktüblich bezeichnet werden darf: z.B. kein Schutz bei Schäden durch Haustiere, Boote, Modellflugzeuge. „Allein mit den aufgezählten Ausschlüssen entfernt sich Lemonade stark von dem, was am deutschen Versicherungsmarkt als normal angesehen werden darf. Nun wird es für Kunden, die nicht vom Versicherungsfach sind, sicherlich noch möglich sein, diese klaren Ausschlüsse mit dem gelebten Alltag abzugleichen (sofern sie überhaupt auffallen). Problematischer wird es mit Ausschlüssen, die nicht sofort ins Auge springen und in viel Text versteckt sind“, so Hübner. be.invalue.deversicherungsjournal.deasscompact.de

Lemonade – D-Day für die deutsche Versicherungswirtschaft – oder doch nicht?

In diesem Artikel nimmt der Versicherungsplattform-Anbieter sum.cumoden Markteintritt von Lemonade unter die Lupe und macht nicht beim (noch) unzulänglichen Produkt auf MVP-Basis halt: sum.cumo sieht Stärken und klare Vorteile beim UX- und Frontendauftritt sowie im API-basierten Zusammenspiel mit dem Backend. Hierdurch lassen sich zusätzliche Dienste wie KI und Prüfregeln nicht nur günstiger, sondern auch für den Kunden werthaltiger einbinden. Durch digitale Prozesse ließen sich immerhin bis zu 90% aktueller Prozesse sparen. sum.cumo sieht den vertrieblichen Erfolg von Lemonade aber dennoch nicht als Selbstläufer: Marktspezifische Besonderheiten wie die Komplexität der deutschen Regulären müssen gemeistert und mit einer digitalen Gegenoffensive der bestehenden Marktplayer gerechnet werden. Wer da nicht mitmacht, könne „den Run-Off einleiten“ …
versicherungsbote.de

Lemonade zielt auf Digital Natives

Der Versicherungsbote hat mit dem Digitalexperten Gian Casanova (Managing Director bei Futurice, Berlin) über den Markteintritt von Lemonade in Deutschland gesprochen und wollte wissen, wie die Versicherungslandschaft im Jahr 2030 aussehen wird: „Die wichtigste Veränderung wird der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz sein. Dadurch werden viele klassische Prozesse wie z.B. die Bertrugseindämmung automatisiert. Eine Folge davon ist, dass das Produkt, die Versicherungspolice, deutlich flexibler und in einem höheren Maße an die Kundenbedürfnisse angepasst wird. Spannend wird es auch sein zu sehen, welches der zahlreichen InsurTechs den Markt aufmischen wird.“, so Casanova. versicherungsbote.de Ähnliche Aussagen kennen wir von Getsafe. 


Van Ameyde und Lemonade kooperieren

Van Ameyde, einer der europäischen Marktführer im Bereich des Schadenmanagements, wurde von Lemonade ausgewählt, um die Schadenbearbeitung in Deutschland zu übernehmen. Ein vollständig digitalisierter Prozess macht es durch künstliche Intelligenz und 18 Betrugsalgorithmen möglich, Ansprüche direkt über die Lemonade-App auszuzahlen. Schadenfälle, die darüber hinaus eine weitere Prüfung erfordern, werden von einem Team erfahrener Schadenexperten in der Innen- und Außenregulierung bei Van Ameyde übernommen. Zusätzlich stellt Van Ameyde seine Produktwertermittlungsplattform ValueChecker zur Verfügung, um die digitale Schadenabwicklung weiter zu verbessern. autohaus.de


** InsureTechs Internationale Märkte **

Nächste Kooperation: Allianz arbeitet nun auch mit Wrisk zusammen

Allianz Partners hat mit seinem Geschäftsbereich Allianz Automotive (Partner von mehr als 40 Automarken) eine Kooperationsvereinbarung mit dem britischen InsurTech-Unternehmen Wrisk unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist es, gemeinsam neue Kfz-Versicherungsprodukte auf der mobilen Plattform von Wrisk anzubieten, die in Zusammenarbeit mit den Autoherstellern am Point of Sale bereitgestellt werden. Die mobile Plattform von Wrisk bietet transparente und flexible Versicherungslösungen, die sich an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Das heißt, Kunden zahlen nur das, was sie benötigen, und nur dann, wenn sie es benötigen. Die Partnerschaft wird sich zunächst auf den britischen Markt konzentrieren. cash-online.debe.invalue.dedasinvestment.com

Belgian InsurTech startup Qover secures €8 million to accelerate its European development

Qover, der Versicherungspartner für digitale Unternehmen, hat in einer Finanzierungsrunde 8 Millionen Euro erhalten. Auch der Investor der Serie A, Anthemis, investierte in die Runde. 2016 von Quentin Colmant und Jean-Charles Velge gegründet, bietet Qover Versicherungsprodukte über offene APIs und White-Label-Frontends an. Die firmeneigene Versicherungsinfrastruktur von Qover ermöglicht die Einführung von Sachversicherungsprodukten in jedem europäischen Land in nur sechs Wochen. Zur Zeit sind fast 50.000 Personen in acht europäischen Ländern versichert. Das in Brüssel ansässige Unternehmen unterhält auch Partnerschaften mit anderen digitalen Innovatoren wie Deliveroo und mit der von Axel Springer gehaltenen Immoweb, der führenden Immobilienmarktplatzplattform in Belgien. Das neue Kapital wird verwendet, um das Wachstum in ausgewählten Branchen zu beschleunigen, einschließlich der Unterstützung von Versicherern durch schlüsselfertige Lösungen für ihre digitalen Akquisitionskanäle. Zusätzlich wird Qover weiterhin stark in die digitale und versicherungstechnische Forschung und Entwicklung investieren und sein Team mit Fachkräften erweitern. eu-startups.com

6 startups revolutionizing insurance in Argentina

123Seguro (Buenos Aires): 2010 gegründeter Aggregator. Durch die Kombination von sofortigem Preisvergleich und professioneller Beratung will 123Seguro die Versicherung agiler und zu den besten Preisen anbieten.
S4(Buenos Aires): Risikomanagement-Lösungen zur Sicherstellung der regionalen Lebensmittelproduktion. Es gewährleistet die Sicherheit von Produzenten und Unternehmen bei systemischen Risiken wie Überschwemmungen oder Dürren durch Vorauszahlung. Als Big Data Tool für das Risikomanagement werden S4-Dienste von einem breiten Kundenkreis wie Banken, Versicherungen, landwirtschaftlichen Lieferanten und dergleichen genutzt.
Comparaencasa (Córdoba): Online-Preisvergleichsplattform für Versicherungen und Konsumentenfinanzierungen. Bietet intelligente Filter, um die Suche nach Versicherungen zu erleichtern und besser auf die Bedürfnisse der Kunden abzustimmen. In Argentinien, Brasilien und Mexiko tätig.
Alquilando (Buenos Aires): Online-Marktplatz für Langzeitmieten, der den Mietprozess vereinfacht, Risiken minimiert und termingerechte Zahlungen garantiert. Kombination von Maklerdienstleistungen, Versicherungsgesellschaften und Banken.
Snapcar (Buenos Aires): Überregional bekanntes Kfz-Versicherungs-Startup, das über seine App sowohl Fahrer- als auch Fahrzeuginformationen sammelt. Je nachdem, wie und wieviel gefahren wurde, können Autobesitzer mit Snapcar bis zu 40 Prozent bei ihrer monatlichen Police sparen (Pay How You Drive). Im Jahr 2017 wählte die Versicherungsgruppe Munich Re Snapcar aus mehr als 540 Startups weltweit für die Teilnahme am Mundi Lab.
Mecubro (Mendoza): Plattform, die eine neue Möglichkeit bietet, einfach und schnell eine Versicherung abzuschließen. Das Ziel des Start-ups ist es, vier Probleme zu lösen: Zeit, Verfügbarkeit, Kosten und Zuverlässigkeit. Das Know how in der Softwareentwicklung ermöglicht viele disruptive Ansätze sowie viele verschiedene Versicherungsoptionen. contxto.com

Digit Insurance’s growth story, on becoming India’s fastest growing Insurtech

Digit Insurance ist Indiens Vorzeige-InsurTech, das von Kamesh Goyal gegründet und von der Fairfax-Gruppe unterstützt wird. Das Unternehmen hat von Prem Watsa’s Fairfax Holdings eine Gesamtfinanzierung in Höhe von 94 Millionen US-Dollar erhalten. Weitere Zahlen: 172 Millionen Dollar Prämieneinnahmen. 2,8 Millionen Kunden in den letzten 12 Monaten. Mehr als 35.000 abgeschlossene Schadensfälle in 12 Monaten. Marktanteil von 2% in der Motorkategorie in Indien im 1. Quartal 2019. Papierlose Schadenmeldeprozesse (Do-it-yourself Mobile App, reduziert die Schadenaufnahmeprozesse von 7 Tagen auf 7 Minuten). Das Combined Ratio liegt noch bei hohen 140% bei einer Schadenquote von 79%. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass „Einfachheit“ das größte Unterscheidungsmerkmal bei der Erreichung dieses Wachstums und der hohen Kundenzufriedenheit war (Net Promotor Score liegt bei hervorragenden 72%). Fairfax möchte die Digit-Technologieplattform nach Brasilien, in die USA und andere Teile der Welt bringen. einnews.com

Interview: David Tobias, Betterview – what it takes to make an insurtech successful 

„Unsere Technologie war in der Lage, Drohnenbilder aufzunehmen und für Versicherungsgesellschaften zu analysieren“, sagt David Tobias, Mitbegründer und COO im Interview mit Paul Ricard von Oliver Wyman. Damit ist Betterview 2014 gestartet. Inzwischen hat das Unternehmen pivotiert und seit 2018 eine neue Risikomanagement-Plattform am Start, die maschinelles Lernen, Computer Vision (ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz) und Geodaten über Gewerbe- und Wohnimmobilien in den gesamten Vereinigten Staaten nutzt. „Die von uns entwickelte Plattform ist kostengünstiger, viel schneller und liefert 85-90% der gleichen Daten wie die Drohne“, so Tobias. Die Nachfrage nach solchen Daten sei riesig, so Tobias weiter. Das Unternehmen hat als Investoren Nationwide, Munich Re und Maiden Re und kürzlich den Abschluss einer erfolgreichen 4,5 Millionen Dollar Serie A angekündigt, die die Gesamtfinanzierung auf 10 Millionen Dollar erhöht. insurtech.oliverwyman.com


** Lesenswertes ** 

Insurtech insights: The do’s and don’ts of insurtech M&A

Etablierte Versicherer arbeiten hart daran, ihre „Digitalen Transformationsreisen“ zu entwickeln und voranzutreiben und beginnen den Wert von Investitionen und Kooperationen zwischen etablierten Versicherern und InsurTechs zu erkennen. Der Bericht „The world of digital M&A“ beschreibt die wichtigsten Do’s and Don’ts für diesen Bereich und warnt zum Beispiel davor, traditionelle Due Dilligence Maßstäbe anzulegen, einen M&A-Deal als einzige Option anzusehen sowie die Unternehmenskultur und den Unternehmensstandort der InsurTech-Mitarbeiter nicht zu unterschätzen. lexology.com

Und gleich das Gegenstück dazu:

An InsurTech start-up’s guide to navigating an insurance carrier 

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Start-ups, die mit Versicherungsunternehmen zusammenarbeiten wollen: 1. Kenne Deinen Wert (Kostenersparnis oder Umsatzsteigerung?). 2. Kenne Deinen Kunden (wen muss ich beim Versicherer treffen – und wen nicht?) 3. Finde heraus, wer die Ergebnisverantwortung hat (das sind die wichtigsten Player). 4. Helfe dem Versicherungsunternehmen zu verstehen, was Du an Mehrwert bietest. 5. Unterzeichne einen LOI und vereinbare ein Pilotprojekt. 6. Die „Kunst“ und „Wissenschaft“ des Verkaufs. Wenn sich ein Start-up an einen etablierten Versicherer wendet, sollte er klarstellen, was er sucht – eine Investition, ein Buy-Out oder eine Kollaboration. Das Start-up sollte nach 1-2 Meetings eindeutig feststellen, ob es dem Versicherer ernst ist mit dem Geschäft. Hat er ein Budget und ein Team, um das Geschäft zu entwickeln? Wenn nicht, kann es an der Zeit sein, zum nächsten Kunden überzugehen. knect365.com

Insurance companies need collaboration to thrive says McKinsey

„Die Herausforderung ist nicht mehr, den traditionellen Versicherer zu disruptieren, sondern die Frage, wie mehrwertige Lösungen in die Wertschöpfungskette eingebaut werden können. Wie das erfolgreiche Modell der Zusammenarbeit aussehen wird, bleibt abzuwarten, aber es ist klar, dass es eine Kombination aus traditionellen Stärken der etablierten Versicherer (wie und Kundenbindung, Markenwert, Kundendaten) und neuen Still Sets der InsurTechs ist.“, so Bernhard Kotanko von McKinsey. Als Beispiel nennt er Allianz, das bereits 96 Mio. US$ in InsurTechs investiert und einen 1,14 Mrd. US$ schweren Fund aufgelegt hat, um in InsurTechs zu investieren. techwireasia.com


These are the hottest fintech startups and companies in the world

Unter den „hottest FinTech startups“ werden von Business Insider auch 3 InsurTechs genannt:
Anorak: Gesamtfinanzierung 9 Mio. £ (11,7 Mio. $). Britisch. Liefert als InsurTech Beratung bei Lebensversicherungen. Hat Anfang des Jahres den Fintech-Innovationslabor von Accenture durchlaufen und ist auf dem Marktplatz von Starling und Yolt präsent.
Bowtie: Gesamtfinanzierung: 30 Millionen Dollar. In Hongkong. Konzentriert sich auf Lebensversicherungen für Konsumenten. Im Dezember 2018 erhielt Bowtie als erster Versicherer in Hongkong eine reine Online-Versicherungslizenz von der Hong Kong Insurance Authority (IA). Über 80% der Kunden in Hongkong sind bereit, digitale Kanäle zu nutzen.
Wefox: Gesamtfinanzierung: 158,5 Mio. USD. Deutsch. Verbindet Versicherungsunternehmen mit Maklern, die ihre Kunden vollständig digital verwalten und beraten.
businessinsider.in

Jeder Fünfte kann sich vorstellen, bei Alexa eine Versicherung abzuschließen

Die Offenheit für neue digitale Anbieter, Produkte und Services wächst, zeigt der aktuelle „Trendmonitor Deutschland“. Jeder dritte Verbraucher (33%) ist aufgeschlossen, bei Digitalkonzernen wie Amazon, Apple, Google & Co. ein Girokonto zu führen oder einfache Versicherungen abzuschließen. 22% der Kunden kann sich bereits vorstellen, sich bei digitalen Sprachassistenten wie „Alexa“ nicht nur über Finanz- und Versicherungsprodukte zu informieren, sondern auch eine Police abzuschließen. Auf spezielles Interesse stoßen Robo-Advisor für Geldanlagen (42%) und vergünstigte Versicherungstarife im Kfz-Bereich, die sich auf die digitale Kontrolle des eigenen Fahrverhaltens stützen (24%). Trotzdem werden Policen nach wie vor am liebsten und am häufigsten im persönlichen Gespräch mit Beratern abgeschlossen. Bei einfachen Produkten erfolgt aber der Abschluss auch zunehmend direkt über die Websites etablierter Gesellschaften. Laut Trendmonitor Deutschland spielen andere digitale Abschlusswege wie Video-Beratung, automatisierte Sprachauswahlmenüs, Sprachassistenten etc. bislang noch keine große Rolle. Generell geben Kunden namhaften Markenanbietern den Vorzug (Banken: Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, ING, Postbank und Commerzbank; Versicherungen: HUK-Coburg/HUK24, die Allianz, R+V, Ergo, AXA). Auf wenig Begeisterung stößt bei der großen Mehrheit der Kunden (rund 90%) personalisierte Werbung zu Bank- und Versicherungsprodukten auf Basis der Analytik individueller Suchinteressen und Social-Media-Aktivitäten. Für alle Anbieter ist zu beachten, dass letztendlich die Kunden darüber entscheiden, wohin die weitere digitale Reise geht bzw. welche digitalen Trends sich durchsetzen werden. asscompact.de


„Wir können die Männerdominanz in der Tech-Branche ändern“

Während Internationalität – auch mangels Fachkräften aus Deutschland – für die Tech-Branche Alltag ist (hier ein paar Zahlen: Wefox: 240 Mitarbeitende aus 25 Nationen. Finleap: 800 Mitarbeitende aus 60 Nationen. Friday: zwei Drittel der 60 Angestellten international. Omnius: fast die Hälfte von 70 international), ist die Branche nach wie vor fast männlich besetzt. Warum? Carolin Gabor, Chief Commercial Officer bei Finleap, sieht das Hauptproblem im veralteten Frauenbild: „Die Annahme, dass Mädchen in Sprachen und in Kommunikation gut sind und dafür Mathe und Naturwissenschaften nicht so gut können, redet man Mädchen schon ab dem Kindergarten ein“, erklärt Gabor. So fehle dann auch „schnell der Spaß an solchen Themen“, was sich dann „bis in die Wahl des Studiums und letztlich bis in die Berufswahl zieht.“ Unterstützt wird sie in ihrer Ansicht von Sofie Quidenus Wahlforss, CEO von Omnius. Alle vier Unternehmen haben den Frauenmangel erkannt und sehen unterschiedliche Lösungen: Förderung von Vielfalt und Integration (Wefox), besser vernetzen und starker Support (Finleap), Programmieren als Schulfach (Omnius), Aufzeigen der Vielfältigkeit des Berufsbildes „Entwickler“ (Friday). Alle glauben, dass sich diese Männerdominanz ändern kann. be.invalue.de


** Jobs bei InsurTechs **


Friendsurance (Berlin)


Getsafe (Heidelberg)


Mailo (Köln)


NÜRNBERGER evo-X (Nürnberg)

Sum.cumo (Hamburg/Düsseldorf)



** Termine **

Plug and Play Europe Summer Summit, 9. und 10.07.2019, München
Tag 1: PNP Insurtech’s Expo mit 18 Start-ups und Schwerpunkt Mobilität. Content-Session mit Gründer und CEO Saeed Amidi. Tag 2: Insurtech Expo (ITHM) und Schwerpunkt Gesundheitsversorgung. Keynote zum Thema Entrepreneurship. plugandplaytechcenter.com

Auxmoney Start-Up Pitches, 04.09.2019, Frankfurt am Main
24 Start-ups aus den Bereichen Fintech, Insurtech und Legaltech stellen sich vor. Banken und Versicherungen erfahren so, welche Lösungen es gibt. (Sideevent des Handelsblatt Banken-Gipfels.) startupvalley.news

Insurtech Connect, 23. bis 25.09.2019, Las Vegas
InsureTech Connect ist die weltweit größte Insurtech-Veranstaltung und bietet Zugang zu einem der umfassendsten Treffen von Technologieunternehmern, Investoren und etablierten Vertretern der Versicherungsbranche aus der ganzen Welt. insuretechconnect.com

InsurTech Rising International, 8. und 9.10.2019, Paris
Sprecher unter anderem Nikolaus Sühr von Kasko, Christian Wiens von Getsafe sowie Julian Teicke von wefox. finance.knect365.com

Insurance Innovators Summit 2019, 13. und 14.11.2019, London
„Wo traditionelle Versicherungen und InsurTechs aufeinander prallen“. Mit mehr als 120 Referenten und mehr als 800 Teilnehmern. Unter anderem mit PingAn, Laka, Insurninja, Lings und InsurAds.

NEU: insureNXT|CGN, 21. und 22.04.2020, Köln
Erstmalig organisieren die Koelnmesse und InsurLab Germany die Versicherungskongressmesse insureNXT|CGN. Ziel ist es, die Digitalisierung der Versicherungswirtschaft ganzheitlich zu betrachten und die InsurTech-Zukunft der Branche zu gestalten. Schwerpunkte der 2-tägigen Veranstaltung: „Insurance Technology“ und „Digital Transformation“ aus Versicherer- und Startup-Perspektive. insurenxt.com

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