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von Dr. Errit Schlossberger, InsurTech-Builder 
und Nicoletta Samira Staub, Bloggerin

Die Auto-Presse schreibt diese Woche „Die Deutschen ziehen immer noch die persönliche Beratung vor.“ (siehe unten). Das ist keine wirklich neue Erkenntnis, da die Online-Abschlussquote je nach Produktsegment und Komplexität des Produkts entweder niedrig einstellig oder am anderen Spektrum bei maximal ca. 25% liegt. Die Aussage ist eher ein Spiegelbild der Perspektive des Betrachters bzw. Schreibers. Erwähnenswert wäre nämlich eher, dass sich immerhin schonjeder Fünfte vorstellen kann, über einen digitalen Sprachassistenten eine Versicherung abzuschließen und sich sogar24% der Deutschen vorstellen könnten, einen Telematix-Tarif abzuschließen. Für mich erscheinen die Zahlen überraschend hoch, da gerade der „typische deutsche Versicherungskunde“ eben nicht bzgl. Aufgabe der Privatsphäre durch Siri, Alexa & Co, oder bzgl. einer Datenpreisgabe so aufgeschlossen ist wie seine europäischen oder internationalen Nachbarn. Grundsätzlich gilt natürlich auch hier, dass der Mehrwert einer Datenpreisgabe die Hemmschwelle dafür spürbar übersteigen muss. Wir werden sehen, ob und wann sich die überraschend hohe Bereitschaft wirklich in tatsächlichen Abschlüssen niederschlagen wird …

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** InsurTechs DACH Region **

Insurtech helden.de holt zwei neue Manager in die Geschäftsführung

John Alexander Rehmann ist neuer Chief Marketing Officer in der Geschäftsleitung von helden.de und wird in dieser Funktion die Marken- und Marketingstrategie, die Ausrichtung der Kommunikations- und Distributionspolitik sowie den weiteren Ausbau der Marketingabteilung verantworten. Die letzten 7 Jahre war er Head of Marketing & Communication bei Payone. Außerdem hatte das Start-up Stefan Klahn kürzlich zum Chief Product Officers (CPO) für das Produktmanagement Deutschland ernannt. Neben der Entwicklung neuer Versicherungslösungen wird Klahn zentrales Bindeglied zwischen IT und Marketing sein. Er bringt 20 Jahre Erfahrung aus der Versicherungsbranche mit. be.invalue.de

Online-Versicherungsmakler Clark expandiert in Europa

Bisher nur in Deutschland tätig, soll Anfang 2020 die App von Clark auch für österreichische Kunden verfügbar sein. Weitere Länder sollen in den nächsten 2 Jahren dazu gekommen, bis die europaweite Abdeckung erreicht ist. „Wir sehen jetzt den richtigen Zeitpunkt gekommen, um unseren digitalen Versicherungsservice auch in anderen Ländern anzubieten“, sagt Clark-Chef Christopher Oster. Das Unternehmen hat inzwischen rund 150.000 Kunden. Die App durchsucht das Angebot von mehr als 160 Versicherungsunternehmen. Warum gerade Österreich, erklärt Oster so: „Wir sehen im österreichischen Markt großes Potenzial. Die Branche steht, zumindest was den Online-Abschluss von Versicherungen angeht, noch am Anfang.“ Ziel von Clark ist die Marktführerschaft unter den digitalen Versicherungsmaklern in Europa. handelsblatt.com

Raisin schluckt Fairr

100 Mio. Euro für Raisin im Februar 2019. Und das war nicht die erste Finanzierungsrunde. Bereits vorher hatten Kapitalgeber 60 Mio. Euro in das Unternehmen gepumpt. Nach der Übernahme der MHB-Bank im März ist nun Fairr an der Reihe. Fairr wurde 2013 gegründet und ist durch seine Riester-Rente „Fairriester“ 2016 bekannt gewoden(„bester Fondssparplan mit staattlicher Zulage“). Die Produkte sollen nun unter der Marke „fairr by raisin“ geführt werden. Alle Mitarbeiter werden übernommen und die drei Fairr-Gründer sollen führende Rollen im neu geschaffenen Bereich für Anlage- und Altersvorsorgeprodukte erhalten. versicherungsbote.debe.invalue.de

Digitalversicherer Coya überarbeitet Privathaftpflicht

Nach der Hausratversicherung und der Fahrrad- bzw. E-Bike-Diebstahlschutz ist die Privathaftpflicht das dritte digitale Versicherungsangebot des Berliner InsurTechs. Die geplanten Erweiterungen beinhalten Schäden durch Drohnen sowie Schäden an geliehenen bzw. gemieteten Fahrzeugen inklusive der dort vereinbarten Selbstbeteiligungen (wichtige Zusatzabsicherung insbesondere für Carsharing- und E-Scooter-Nutzer). Eine andere Erweiterung, die auch eine Best-Leistungs-Garantie enthält, soll unter anderem Schäden bei Freundschaftsdiensten (z.B. Umzugshilfe) und Schäden durch deliktunfähige Personen abdecken. Ebenfalls soll eine Haftpflichtversicherung für Hundebesitzer in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. asscompact.de

Check24-Konkurrent startet mit Hilfe von Chinas Versicherungsriesen 

Die Homepage von „Joonko„, des neuen Vergleichsportals ist online. Die neue Marke wirbt mit Aussagen wie „Die neue Art der Kfz-Versicherung“ und „Einfach. Fair. Verständlich.“ um die Kunden. Noch ist es ruhig auf dem Portal, denn das Finleap-Baby „Joonko“ soll erst im vierten Quartal und damit pünktlich zur Wechselsaison richtig loslegen. PingAn soll mit einem dreistelligen Millionenbetrag am Projekt beteiligt und auch deutsche Versicherer sollen eingebunden sein. Es wird spannend, ob es „Joonko“ gelingen wird, gegen die etablierten Platzhische Check24 und Verivox anzukommen, denn „Joonko“ muss nun erst die bekannten Versicherer vom Portal überzeugen und danach auch noch die Kunden. versicherungsbote.definanz-szene.deprocontra-online.demobil.versicherungsjournal.deasscompact.de

Mit Chatbots zum besseren Kundenservice – Einblicke aus der Praxis zum Chatbot Carla von Getsafe

Versicherungsprodukte sind komplex, beratungsintensiv und unsexy – und die Kunden haben nur wenig Lust, sich tiefer damit auseinander zu setzen. Denn sie wollen bequeme Lösungen, die auch noch leicht zu verstehen und zu kaufen sind. Der Einsatz intelligenter Systeme wie Chatbots, Robo-Beratern oder Sprachassistenten kann hier Abhilfe schaffen und den Kundenservice entlasten. Getsafe zum Beispiel bedient 60.000 Kunden mit nur 4 Vollzeitmitarbeitern im Kundenservice – und das bei extrem hoher Zufriedenheit der Kunden! Wie das geht? Mit einer konsequenten Selfservice-Strategie: Kunden können alle Details ihrer Versicherung jederzeit und selbstständig in der App ändern. Außerdem steht ihnen Carla, der 24h-Chatbot zur Seite und beantwortet Fragen. Mit Carla können Kunden auch ihren Versicherungsschutz in Echtzeit verändern oder kündigen. Und der Erfolg gibt Getsafe recht: 99 Prozent der Kunden nutzen diesen Service auch! Getsafe versteht sich als Technologieunternehmen, das im Versicherungsbereich tätig ist – und nicht umgekehrt. Ziel ist es, das Leben der Kunden durch den Einsatz von Technologie zu vereinfachen. Je mehr Standardfragen die Computer eigenständig lösen, umso mehr Zeit bleibt dem Kundenservice für die wirklich komplexen Fragen. Letzteres wird sich nicht automatisieren lassen. bankinghub.de

Versicherung erstattet digitale Migräne-Therapie

Ab sofort übernimmt ottonova die Kosten einer 12-monatigen Nutzung des Therapiemoduls M-sense Active von Newsenselab. Andere kostenpflichtige Module können bereits schon länger genutzt werden. Gesundheitsvorsorge soll damit digital und flexibel werden. Die Möglichkeiten der App reichen von einer Übersicht über die Versicherungsunterlagen bis hin zu einem Concierge-Service und telemedizinischer Arztkonsultation. Das In-App-Modul M-sense Active enthält zahlreiche weitere Funktionen für die wirksame Reduzierung der Schmerzattacken bei Migräne. Voraussetzung für die Erstattung des Therapiemoduls ist die ärztliche Diagnose, dass der Versicherte nachweislich unter Migräne oder Spannungskopfschmerzen leidet. mittelstand-nachrichten.de


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** InsureTechs Internationale Märkte **


Health insurance startup Alan launches four new verticals

Das französische Versicherungs-Start-up Alan kündigt neue Produkte, internationale Expansionspläne und eine Markenauffrischung an. Ausserdem soll die allgemeine Benutzerfreundlichkeit verbessert werden. MIt einem gut durchdachten Versicherungsprodukt und transparenten Preisen und Richtlinien will Alan die Gesundheitsversorgung besser zugänglich machen. Das Start-up hat eine offizielle Krankenversicherungslizenz erhalten und im Laufe der Jahre rund 86 Mio. US-Dollar Kapital eingesammelt. Bisher wurden Worksite-Produkte für Unternehmen und Freiberuflicher angeboten. Jetzt führt Alan spezifische Produkte für die Hotellerie und Restaurants ein. Unternehmen und Mitarbeiter können sich dann auch dort direkt über die mobile App anmelden. Wie immer zahlen die Unternehmen mindestens 50% der Krankenversicherung, die Mitarbeiter den Rest. Alan möchte nun auch ein Versicherungsprodukt für Privatpersonen einführen, um damit drei neue Segmente zu erreichen: Personen, die nicht für ein französisches Unternehmen arbeiten sowie Rentner und Beamte. Mit einem neuen Logo startet das Unternehmen demnächst auch einen TV-Spot. Ab dem nächsten Jahr wird das Unternehmen in weitere Länder expandieren, zunächst nach Spanien und Belgien. Inzwischen arbeiten 126 Personen für Alan. Das InsurTech erreicht über 2.850 französische Unternehmen rund 37.000 Menschen. Das Prämienvolumen erreicht jährlich rund 31 Millionen US-Dollar (28 Millionen Euro). techcrunch.com

Insurtech startup Kin secures $47 million to focus on climate change impacted markets

Kin Insurance hat 47 Mio. US-Dollar gesammelt, um seine Kapazität für Hausbesitzer in katastrophengefährdeten Regionen zu erweitern. Das InsurTech wurde 2016 von den Technologieunternehmern Sean Harper und Lucas Ward gegründet. Die in Chicago ansässige Kin begann als technologiegetriebener Hausversicherer in Florida und bot Produkte an, die auf die Bedürfnisse der Kunden in der katastrophengefährdeten Region zugeschnitten waren. Kin möchte nun auch in andere Bundesstaaten expandieren. Kin ist das erste Versicherungsunternehmen, das katastrophengefährdete Regionen bedient und setzt sich für die Unterstützung von Küsten-Haushalten ein, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind.  Durch die Nutzung Tausender öffentlich zugänglicher Datenpunkte kann Kin den Hausbesitzern die entsprechende Abdeckung zu erschwinglichen Preisen bieten. techstartups.com

Insurtech Startup Ethos Raises $60M in GV-led Series C, Marking Third Raise In 14 Months    

Ethos hat 60 Mio. US-Dollar in einer Finanzierungsrunde Serie C unter der Leitung von Google Ventures (GV) eingesammelt und damit die dritte Finanzierungsrunde der digitalen Lebensversicherungsgesellschaft in etwas mehr als 14 Monaten absolviert. Das Gesamtinvest des Unternehmens hat sich damit auf 106,5 Mio. US-Dollar erhöht. Die bestehenden Investoren Accel, Sequoia Capital und Goldman Sachs nahmen ebenfalls an der jüngsten Runde teil. Zu den Investoren gehören übrigens auch der Rapper Jay-Z sowie die Schauspieler Will Smith und Robert Downey. Ethos wurde 2016 gegründet, ist in 49 Staaten lizenziert und in San Francisco ansässig. Im Rahmen der neuen Finanzierung eröffnet Ethos Büros in Austin (Schwerpunkt), Texas und Singapur. Was ist das Besondere an Ethos? Ein potenzieller Kunde kann in etwa 10 Minuten (statt in 10 Wochen) eine Risikolebensversicherung abschließen, ohne medizinische Untersuchungen oder Bluttests durchführen zu müssen – wie es die meisten Menschen tun müssen, wenn sie eine traditionelle Lebensversicherung beantragen. Das liegt daran, dass das Unternehmen die Lebenserwartung einer Person mit Hilfe von Data Science und Predictive Analytics ermittelt. Ethos konnte nach eigenen Angaben seinen Umsatz seit letztem Oktober vervierfachen (ohne einen genauen Betrag zu nennen) und versichert  „jeden Monat Tausende von neuen Familien“ und hat „Zehntausende“ Kunden. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 90 Mitarbeiter (im vergangenen Oktober noch 35) und plant, sein neuestes Kapital dafür einzusetzen, das Momentum zu halten, das Produkt weiter zu verfeinern und weitere Entwickler einzustellen. news.crunchbase.comnsinsurance.com

With €9.3M funding, this Swedish insurtech startup wants to transform insurance industry in Europe with AI / With more funding, can Hedvig become Europe’s Lemonade?

Das schwedische InsurTech Hedvig hat in einer Serie A-Finanzierung 9,3 Mio. Euro eingesammelt. Die Runde wurde von Obvious Ventures aus San Francisco angeführt, das von Twitter-Mitgründer Ev Williams, James Joaquin und Vishal Vasishth gegründet wurde. Ein weiterer Investor ist D-Ax, der Early Bird Investor der Axel Johnson Group, einem der ältesten und größten Handels- und Dienstleistungsunternehmen in Skandinavien. Das Geld wird für die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte, den Ausbau der Kundenbasis (aktuell erst 15.000 Kunden!) auf dem schwedischen Versicherungsmarkt und die Erweiterung der Präsenz außerhalb Schwedens verwendet. Hedvig wurde 2018 gegründet und ist der am schnellsten wachsende, reine Digitalversicherer in den nordischen Ländern mit konsequenter Verfolgung des People-First-Ansatzes. „Hedvig hat die Mission, die bemerkenswerteste Versicherungserfahrung der Welt zu schaffen, indem es nettes und ehrliches Verhalten fördert“, sagt Lucas Carlsen, Mitbegründer und CEO. siliconcanals.comsifted.eu

Insurtech ZhongAn Online Reports a Profit, Virtual Bank ZA Bank Will Boost Opportunities

ZhongAn schliesst das 1. Halbjahr 2019 mit dem ersten Gewinn seit Unternehmensgründung ab: RMB 94,5 Mio., das sind rund 13,2 Mio. USD Nettogewinn. Die weiteren Zahlen für das 1. Halbjahr 2019 im Überblick:

  • Das Unternehmen hat 348 MIo. Nutzer, davon 58% 35 Jahre oder jünger
  • Bruttoprämien gegenüber dem Vorjahr um 14,5% auf 5,9 Milliarden RMB (ca. 824 Mio. USD) gestiegen
  • Verlust im versicherungstechnischen Geschäft: um 43,3% auf 490 Mio. RMB (ca. 68 Mio. USD) gesenkt
  • Kapitalerträge: 757,9 Mio. RMB (106 Mio. USD / Anstieg von 118,3% ggü. Vorjahr)
  • Wichtiger Wachstumstreiber: Das „Lifestyle-Konsum-Ökosystem“ erwirtschaftete insgesamt 1,4 Milliarden RMB Prämien (ca. 195 Mio. USD / +81,8% ggü. Vorjahr)

Xing Jiang, seit Juli CEO von ZhongAn Online (wir berichteten von dem Rücktritt des vorherigen CEOs aufgrund hoher Verluste), sagte, dass die Entscheidungen, die im Rahmen der Doppel-Strategie „Insurance + Technology“ getroffen wurden, den Turnaround beflügeln. crowdfundinsider.com

Cuvva expands into travel with new app-based product

Das britische InsurTech Cuvva hat über seine mobile App ein situatives Reiseversicherungsprodukt lanciert. Die Versicherungsangebote und -prozesse wurden vereinfacht, um die Versicherung zugänglicher und attraktiver für die Generation Z und die Millennials zu gestalten. Ursprünglich ist Cuvva mit einer Autoversicherungs-App (stundenweiser Autoversicherung) gestartet. Das neue Produkt geht auf eine Studie des Unternehmens zurück, die erhob, dass Personen zwischen 18 und 34 Jahren eher eine Reiseversicherung abschließen würden, wenn sie günstiger, die Policendokumente leichter zu verstehen und  leichter online auszufüllen wären. An der mit OnePoll durchgeführten Umfrage nahmen nach Angaben des Unternehmens 2.000 Briten zwischen 18 und 34 Jahren teil, die zuvor ins Ausland gereist waren. insuranceage.co.uk


** Lesenswertes ** 


Die Deutschen ziehen immer noch die persönliche Beratung vor

Die aktuelle Untersuchung ,,Trendmonitor Deutschland“ mit dem Schwerpunktthema ,,Banking & Insurance Trends“ des Marktforschungsinstituts Nordlight Research zeigt, dass die Bundesbürger offener als bislang für neue digitale Anbieter, Produkte und Services sind. Denn bereits jeder 3. Befragte erklärte sich bereit, ein Girokonto bei einem der bekannten Digitalkonzernen wie Amazon, Apple, Google oder Paypal zu führen – wenn das Angebot stimmt. Jeder 5. kann sich vorstellen, über digitale Sprachassistenten eine Versicherung abzuschließen. 32% der über 1000 interviewten Bundesbürger ab 16 Jahren können sich vorstellen, künftig auch Drittanbietern den Zugriff auf ihre Kontoinformationen zu erlauben, um deren Services zu nutzen. 42% haben ein spezielles Interesse an den sog. Robo-Advisor, welche ihren Kunden Wertpapieranlagen vorschlagen und diese auch verwalten. Etwas verhaltener mit nur 24% zeigen sich die Deutschen aber noch gegenüber den Telematik-Tarifen im Kfz-Bereich, welche auf der digitalen Kontrolle des Fahrverhaltens beruhen. Die Verfasser der Studie betonen allerdings, dass die wachsende Akzeptanz digitaler Trends jedoch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass die meisten Deutschen beim Abschluss von Finanz- und Versicherungsprodukten bislang immer noch ,,traditionell“ agieren, sprich die meisten Bank- und Versicherungsprodukte immer noch am liebsten und häufigsten im persönlichen Gespräch mit dem Kundenbetreuer abgeschlossen werden. Besonders namhafte Markenanbieter hätten da immer noch einen Akzeptanz-Vorsprung. auto-presse.de

„Adaptive Versicherungsmodelle erwarten wir für 2020“

Stephen Voss vom Online-Versicherer Neodigital erklärt im Interview, warum nicht situative, sonder adaptive Versicherungsprodukte die Zukunft der Branche sind: ein situatives Produkt wird kurz vor dem tatsächlichen Eintreten oder dem erhöhten Risiko vom Kunden komplett neu abgeschlossen. Beim adaptiven Produkt hingegegen legt der Kunde eine mögliche Risikoabdeckung schon weit vorher fest (meist zu Vertragsbeginn) und nur für den Umstand, dass die Risiko-Situation auch eintritt. Ein Beispiel: Wenn der Kunde beim Skifahren versichert ist, dann gilt die Leistung nur dann und wird auch nur dann berechnet, wenn der Kunde auch tatsächlich am Skifahren ist. Und ob er nun wirklich gerade am Skifahren ist, ermittelt man am besten automatisch (via Smartphone oder Smartwatch). Es braucht dazu nicht viel mehr Daten als bei einenm klassichen Vertrag, denn der Kunde braucht dafür nur ein entsprechendes Device zur Ermittlung der Situation. Immer vorhanden: Eine Opt-Out-Option. Für den Versicherer ist der Aufwand größer: er braucht die digitalen Schnittstellen, um die zusätzlichen Echtzeitdaten vom Kunden oder vom Smart Device verarbeiten zu können. Dazu ist eine externe Verknüpfung von internem Produktmodell und Schadenmodell nötig. Das System muss also pro rata temporis-fähig sein, d.h. in bestimmten Zeiträumen unterjährig erhöhte Leistungspositionen zeitgenau abrechnen und dies auch vollautomatisch in die Buchhaltung und Rechnungslegung für den Kunden integrieren. Gerade die neuen Unternehmen haben hier Vorteile, da sie ihre Infrastruktur von Anfang an konsequent auf diese digitalen Abläufe ausrichten können. Die Einführung solcher adaptiven Modelle wird für Mitte 2020 erwartet. springerprofessional.de


** Jobs bei InsurTechs **


Coya (Berlin)


Friendsurance (Berlin)


Getsafe (Heidelberg)


Mailo (Köln)


NÜRNBERGER evo-X (Nürnberg)

sum.cumo (Hamburg/Düsseldorf)



** Termine **


InsurTech Meetup – Mobility-Trends – Beam me up Scotty?, 03.09.2019, Zürich

Austausch zum Thema InsurTech zwischen Start-ups, Investoren, Wissenschaftlern, Unternehmen, Beschleunigern, Politikern und anderen wichtigen Interessengruppen, die das Ökosystem aktiv gestalten. f10.ch

Auxmoney Start-Up Pitches, 04.09.2019, Frankfurt am Main

24 Start-ups aus den Bereichen Fintech, Insurtech und Legaltech stellen sich vor. Banken und Versicherungen erfahren so, welche Lösungen es gibt. (Sideevent des Handelsblatt Banken-Gipfels.) startupvalley.news

Insurtech Connect, 23. bis 25.09.2019, Las Vegas

InsureTech Connect ist die weltweit größte Insurtech-Veranstaltung und bietet Zugang zu einem der umfassendsten Treffen von Technologieunternehmern, Investoren und etablierten Vertretern der Versicherungsbranche aus der ganzen Welt. insuretechconnect.com

Digitalization in Insurance, 26.09.2019, Köln

In praxisnahen und interaktiven Diskussionsrunden Austausch mit Branchenexperten der VHV, Zurich und Basler und zahlreichen Gästen aus der Versicherungswirtschaft und InsurTech-Szene. Diskussion und Networking stehen im Vordergrund. cologne2019.sollers.eu

EXECinsurtech, 1.10.2019, Köln

Europäischen Konferenz mit dem Schwerpunkt technologische Innovation in der Versicherungswirtschaft und vereint beide Welten: die Start-up- und Technologieszene sowie die klassischen Akteure der Versicherungswirtschaft. execinsurtech.com

InsurTech Rising International, 8. und 9.10.2019, Paris

Sprecher unter anderem Nikolaus Sühr von Kasko, Christian Wiens von Getsafe sowie Julian Teicke von wefox. finance.knect365.com

Bermuda Tech Week, 14. bis 18.10.2019, Bermudas

Innovationen zelebrieren, Wachstumschancen ergründen: das Programm bringt lokale und internationale Experten zusammen, um aufkommende Trends und die Rolle der Bermudas als Standort für Start-ups zu diskutieren. bermudatechweek.bm

DKM-Kongress InsurTech, 23. und 24.10.2019, Dortmund

Das diesjährige Kongressprogramm nimmt die Teilnehmer mit auf eine „Reise“ entlang typischer Stationen im Geschäft eines Versicherungsmaklers. Dafür wurden sechs Themenblöcke definiert, die die gesamte „Makler Journey“ abdecken. m.evensi.de

Insurance Innovators Summit 2019, 13. und 14.11.2019, London

„Wo traditionelle Versicherungen und InsurTechs aufeinander prallen“. Mit mehr als 120 Referenten und mehr als 800 Teilnehmern. Unter anderem mit PingAn, Laka, Insurninja, Lings und InsurAds. marketforcelive.com

DIA Munich, 20. und 21.11.2019, München

Die DIA Digital Insurance Agenda ist die größte internationale InsurTech Konferenz zum Thema FinTech auf dem Versicherungsmarkt. Unterstützt vom InsurTech Hub Munich. digitalinsuranceagenda.com

Provinzial Innovation Challenge, 21. und 22.11.2019, Münster

Innovative Ideen und Konzepte entwickeln und überzeugend pitchen. Es winken den Siegerteams Preise Im Gesamtwert von 4.500 Euro. provinzial-nordwest.de

DIA Hongkong, 11. bis 13.12.2019, Hongkong

„East meets West – West meets East“ ist das Hauptthema der ersten DIA-Konferenz in Asien. Illustre Veranstaltungsorte: Kai Tak Cruise Terminal und Cyberport Hongkong. digitalinsuranceagenda.com

insureNXT|CGN, 21. und 22.04.2020, Köln

Erstmalig organisieren die Koelnmesse und InsurLab Germany die Versicherungskongressmesse insureNXT|CGN. Ziel ist es, die Digitalisierung der Versicherungswirtschaft ganzheitlich zu betrachten und die InsurTech-Zukunft der Branche zu gestalten. Schwerpunkte der 2-tägigen Veranstaltung: „Insurance Technology“ und „Digital Transformation“ aus Versicherer- und Startup-Perspektive. insurenxt.com

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